Zweites Vorstellungsgespräch Chancen: So ist der Status

Aktualisiert am 31. Mai 2021 von Ömer Bekar

Zweites Vorstellungsgespräch ChancenHerzlichen Glückwunsch! Sie scheinen einen positiven Eindruck bei Ihrem Wunscharbeitgeber hinterlassen zu haben. Wie es aussieht sogar so gut, dass man Sie gleich zu einem erneuten Gespräch eingeladen hat. Doch wie stehen bei einem zweiten Vorstellungsgespräch die Chancen? Was können Sie tun, um auch in einer nächsten Runde von sich zu überzeugen?

Damit der gute Eindruck nicht verschwindet, sollten Sie vor allem eins tun: Ruhe bewahren! Was Ihnen darüber hinaus helfen wird, werden Sie in diesem Artikel lernen.

Um die Eignung von Fach- und Führungskräften für eine Stelle genauestens zu prüfen, wird schon mal auf ein zweites Jobinterview Wert gelegt. Warum das so ist, was auf Sie zukommen kann und wie Sie Ihre Chancen deutlich erhöhen können, lesen Sie jetzt!

Warum gleich zwei Bewerbungsgespräche?

Gründe dafür, dass Bewerber zu einem zweiten Vorstellungsgespräch eingeladen werden, können unterschiedlich sein. Klar dürfte sein, dass Unternehmen nach Kandidaten suchen, die am besten zu einer ausgeschriebenen Stelle passen.

Standardverfahren

In größeren Firmen gehört es oftmals zum Standard, mehrere Gespräche mit den Bewerbern zu führen. Dadurch möchte man sichergehen, möglichst die richtige Wahl zu treffen. Auch die Persönlichkeit des Bewerbers besser kennenlernen zu können, ist ein Grund. Für Sie kann es ebenso vorteilhaft sein, den Arbeitgeber noch einmal zu sehen und zu hören, bevor es zu einer endgültigen Entscheidung kommt.

Besprechung von Vertragsdetails

Es kann auch vorkommen, dass man Sie lediglich zur Besprechung wichtiger Details einlädt. Ihnen wird zum Beispiel der Arbeitsvertrag vorgelegt, über das Gehalt wird verhandelt und Arbeitsvorschriften besprochen. Auch können Sie in diesem Rahmen Arbeits- und Urlaubzeiten sowie Ansprüche erfragen und weitere letzte Fragen klären.

Unsicherheiten bei Bewerberauswahl

Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Grund könnte sein, dass Ihr potentieller Arbeitgeber nicht sicher ist, wen er einstellen soll. Mit der ersten Bewerbungsgespräch-Runde wurde eine Vorauswahl getroffen und in diesem zweiten Vorstellungsgespräch soll geprüft werden, welcher der Favoriten tatsächlich die beste Wahl für die Position ist. Gerade bei der Besetzung eines Manager Postens ist die Vorgehensweise nicht unüblich, Bewerber, die in die engere Auswahl gekommen sind, zu einem erneuten Termin einzuladen.

Wurden Sie nach einem erfolgten Auswahlgespräch erneut von Ihrem Arbeitgeber für ein persönliches Gespräch eingeladen, können Sie sich auf jeden Fall sicher sein, dass Sie aufgefallen sind. Schließlich nimmt man sich erneut Zeit, um sie näher kennenzulernen. Umso wichtiger ist, dass Sie diese Chance nutzen und das Richtige aus der Situation machen. Das heißt: Geben Sie alles und lehnen Sie sich nicht einfach siegessicher zurück.

Darauf können Sie sich einstellen

Auch zweite Vorstellungsgespräche laufen meist nach einem bestimmten Muster ab. Wie das aussehen kann und worauf Sie sich einstellen können, lesen Sie in diesem Abschnitt.

Bezugnahme

Gut ist, wenn Sie einen Bezug zum ersten Gespräch herstellen. Vielleicht haben Sie sich offene Fragen notiert oder Anmerkungen zu einem Sachverhalt, der besprochen worden ist. Zeigen Sie, dass Sie nachgedacht haben und geben Sie zum Beispiel auch zu, wenn Ihnen ein Fehler bei der Beantwortung einer Frage unterlaufen ist. Das gibt mit Sicherheit Sympathiepunkte. Vielleicht hat man Ihnen in der Einladung auch schon erklärt, worum es beim zweiten Termin gehen soll und welche Themen im Vordergrund stehen sollen. Ergreifen Sie ruhig die Initiative und sprechen Sie diese an.

Gehaltsvorstellungen

Sofern es noch nicht passiert ist, wird man Sie sehr wahrscheinlich auf Ihre Gehaltsvorstellungen ansprechen. Sagt keiner von Ihren Gesprächspartnern etwas dazu, können Sie das am Ende auch selbst tun. Schließlich müssen beide Seiten wissen, unter welchen Voraussetzungen eine Zusammenarbeit zustande kommt und die Bezahlung spielt eine nicht unentscheidende Rolle dabei. Kennen Sie Ihren Marktwert und setzen Sie sich vorab ein Ziel. Mit einem gut durchdachten Verhandlungsspielraum und überzeugenden Argumenten können Sie bestimmt mehr rausholen, als wenn Sie sich Ihr Gehalt widerspruchslos vorschreiben lassen.

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Organisatorisches

Auch Organisatorisches muss vor dem Abschluss eines Arbeitsvertrages geklärt werden. Wie viele Urlaubstage stehen Ihnen zu und welche Arbeitszeiten gelten? Sie sollten auch abklären, welche Regelung es bezüglich der Leistung von Überstunden gibt. Solche Themen sind heikel. Ihr potentieller Arbeitgeber soll nicht den Eindruck erhalten, Sie seien nur am Geld und an Urlaub interessiert. Zeigen Sie zum Beispiel, dass Sie bereit sind, Überstunden zu leisten, wenn dies auch entlohnt wird und wenn es die Ausnahme anstatt die Regel ist.

Erneute Vorstellung

Ja, es ist vielleicht mühsam und Sie fühlen sich leicht genervt davon, dass Sie sich schon wieder vorstellen sollen. Haben Sie doch die Selbstpräsentation schon beim ersten Mal hinter sich gebracht. Aber bitte bleiben Sie entspannt und gehen Sie der Aufforderung ohne Klagen nach. Seien Sie freundlich und versuchen Sie vor allem, den Arbeitgeber zu verstehen. Bei einem zweiten Gespräch sind vermutlich neue Personen anwesend, die Sie noch nicht kennen. Diese möchten sich ebenso wie ihre Kollegen ein umfassendes Bild von Ihnen machen können.

Fragen

Auch können Fragen gestellt werden, die Sie vielleicht in einer ersten Runde bereits beantwortet haben. Darauf sollten Sie sich vorbereiten. Haben Sie Verständnis, wenn einige Anwesende noch nichts von Ihnen gehört haben. Beispiele für Fragen könnten sein:

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  1. Warum haben Sie sich bei uns beworben?
  2. Wieso glauben Sie, der beste Kandidat für diese Position zu sein?
  3. Welche Erfahrungen haben Sie bereits gemacht?
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Mittagessen

Stellen Sie sich darauf ein, dass man Sie im Nachhinein zu einem gemeinsamen Mittagessen einlädt. Nehmen Sie diese Einladung ruhig an. Die Personaler möchten Sie vermutlich noch einmal in entspannterer Atmosphäre erleben. Achten Sie deshalb unbedingt auf Ihr Benehmen. Trinken Sie keinen Alkohol und bestellen Sie nich das teuerste Menü auf der Karte. Bleiben Sie professionell und wahren Sie die Distanz. Ganz schlecht wäre, wenn Sie im Endspurt anfangen würden, peinliche Anekdoten zu erzählen oder über Ihren alten Chef herzuziehen. Vergessen Sie nicht: Sie sitzen nicht mit Ihren Freunden an einem Tisch!

Rückfragen

Am Ende wird man Sie auffordern, selbst Fragen zu stellen, sofern Sie welche haben. Das sollten Sie auch tun und zeigen, dass auch Sie den Arbeitgeber ganz genau kennenlernen möchten. Schließlich kommt ein Arbeitsvertrag immer von zwei Seiten zustande und damit müssen sich auch beide Parteien wohl miteinander fühlen. Entweder Sie überlegen sich schon zu Hause, was Sie gern über das Unternehmen erfahren möchten und notieren sich das oder Sie greifen etwas auf, das Ihnen während des Gesprächs unklar geblieben ist. Damit zeigen Sie gleichzeitig, dass Sie aufmerksam zugehört haben. Zum Beispiel können Sie diese Fragen stellen:

  1. Mit wie vielen Kollegen werde ich zusammen in einem Team arbeiten?
  2. Wie sieht die Regelung für Überstunden bei Ihnen aus?
  3. In welchem Zeitraum müssen bei Ihnen in der Regel die Projekte XY abgeschlossen werden?

Auch beim zweiten Mal gilt: Die Vorbereitung ist alles!

Wenn Sie glauben, mit der Vorbereitung zum ersten Bewerbungsgespräch wäre bereits alles getan, irren Sie sich. Auch beim zweiten Vorstellungsgespräch können Sie Ihre Chancen drastisch erhöhen, indem Sie sich erneut umfangreich darauf vorbereiten und nichts dem Zufall überlassen. Wie das aussehen kann, lesen Sie in diesem Abschnitt.

Recherche Ergebnisse durchgehen

Es ist gut möglich, dass Ihre Gesprächspartner im zweiten Vorstellungsgespräch andere sein werden als beim ersten Mal. Das heißt auch, dass man Ihnen ähnliche Fragen noch einmal stellen könnte und darauf sollten Sie vorbereitet sein. Schauen Sie sich deshalb noch einmal Ihre Recherchen zum Unternehmen genau an. Welche Zahlen, Daten und Fakten haben Sie sich notiert und wie hat es sich vielleicht in der Zwischenzeit verändert? Liegt schon ein wenig Zeit zwischen den beiden Terminen, sollten Sie die Informationen noch einmal auf Aktualität überprüfen. Schreiben Sie sich auf, was Sie sich nicht behalten können und nehmen Sie Ihre Notizen mit.

Unterlagen bereitlegen

Ein Vorgesetzter, der beim letzten Mal nicht mit dabei war, möchte gern Ihren Lebenslauf sehen. In diesem Fall sollten Sie eine ausgedruckte Version mit dabei haben. Am besten ist, wenn Sie alle Ihre Unterlagen noch einmal mitnehmen.

Reflexion

Gehen Sie in Gedanken das erste Vorstellungsgespräch durch und überlegen Sie sich, was gut lief und was nicht. Welche Fragen hat man Ihnen damals gestellt und wo kamen Sie womöglich ins Stocken? Sie möchten schließlich nicht erneut die gleichen Fehler begehen. Erinnern Sie sich auch daran, was Sie über sich selbst erzählt haben und welche Aspekte Sie vielleicht nicht erwähnt haben. Es wäre gut, wenn Sie sich nicht in Widersprüche verstricken. Das lässt Sie unglaubwürdig und unauthentisch wirken. Haben sich vielleicht nach dem Gespräch neue wichtige Fragen ergeben? Dann ist jetzt der Zeitpunkt, diese zu stellen und zu zeigen, dass Sie sich weiterhin Gedanken gemacht haben.

Übung

Sehr hilfreich ist, wenn Sie das Gespräch vorab mit einem Familienmitglied oder einem Freund üben. Stellen Sie die Situation dafür so realistisch wie möglich nach. Bitten Sie darum, dass man Ihnen typische Fragen erneut stellt und antworten Sie darauf. Am besten ist, wenn Sie im Anschluss ein ehrliches Feedback erhalten. Das hilft zu erkennen, was Sie besser machen könnten und wo Sie sich eventuell in widersprüchlichen Aussagen verstricken. Hat niemand aus Ihrem Umfeld dafür Zeit, können Sie alternativ auch eine Audio- oder Video-Aufnahme machen.

So können Sie beim zweiten Vorstellungsgespräch Chancen erhöhen

Zwar können Sie vermuten, dass Sie beim ersten Bewerbungsgespräch einen guten Eindruck hinterlassen haben, doch sollten Sie sich nicht auf dieser Annahme ausruhen. Mit welchen einfachen Methoden Sie beim zweiten Vorstellungsgespräch Ihre Chancen erhöhen können, lesen Sie in diesem Abschnitt.

Kleidung

Das äußere Erscheinungsbild entscheidet oft schon in den ersten Minuten über Sympathie oder Abneigung, auch im Job und in Auswahlgesprächen. Sie wissen schon vom ersten Termin und Ihren Recherchen, wie die Angestellten sich in der Firma kleiden. Orientieren Sie sich auch diesmal daran. Denken Sie nur daran, bei diesem Gespräch ein anderes Outfit zu wählen als beim letzten und bleiben Sie Ihrem Stil treu.

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Blickkontakt

Halten Sie den Blickkontakt zu Ihren Gesprächspartnern. Lassen Sie Ihre Augen strahlen, indem Sie ein kleines bisschen lächeln. Achten Sie aber bitte darauf, niemanden anzustarren und für peinliche Berührtheit zu sorgen. Lassen Sie lieber Ihren Blick alle zwei bis drei Sekunden durch den Raum schweifen oder von einer Person zur anderen. Geben Sie allen Anwesenden das Gefühl, mit einbezogen zu sein.

Begrüßung

Wenn Sie ankommen, begrüßen Sie jeden mit einem Händeschütteln und einem freundlichen „Guten Tag“. Am besten ist, wenn Sie die Verantwortlichen sogar mit Namen ansprechen. Schauen Sie Ihnen in die Augen und zeigen Sie Interesse.

Körpersprache

Ihr Körper „spricht Bände“. Auch dann, wenn Sie nicht sprechen. Sowohl anhand Ihrer Mimik, Ihrer Gestik und Ihrer Körperhaltung können Personaler eine Menge ablesen. Ihre wahren inneren Gefühle werden darin sichtbar. Deshalb ist es entscheidend, dass Sie sich unter Kontrolle haben und wissen, wie Sie auf andere wirken. Ein selbstbewusstes Auftreten zeigt sich zum Beispiel in einer gerade Kopf- und Körperhaltung, einer dynamischen Gestik und einer natürlichen Mimik, einem leichten Lächeln und einem freundlichen und interessierten Blick.

Interesse zeigen

Geben Sie Ihren Gesprächspartnern zu verstehen, dass Sie der beste Kandidat für die ausgeschriebene Position sind, indem Sie Ihre Motivation unterstreichen und Interesse zeigen. Verdeutlichen Sie damit, dass Sie nicht allein des Geldes wegen einen neuen Job suchen, sondern dass Sie tiefere Werte in Ihrer Arbeit sehen.

Sie wissen, wie Sie bei einem zweiten Vorstellungsgespräch Ihre Chancen auf den Job deutlich erhöhen können. Ihnen ist auch klar geworden, warum Arbeitgeber immer wieder auf diese Möglichkeit zurückgreifen. Beherzigen Sie die Tipps aus diesem Artikel und zeigen Sie, dass Sie auch auf den zweiten Blick der richtige Kandidat für die ausgeschriebene Stelle sind!

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