Praktikum BezahlungOb während der Schul- oder Unizeit, als Pflicht oder freiwillig: Ein Praktikum gehört für sehr viele Menschen mit zu Ihrer Ausbildung und Karriere. Vielleicht stehen Sie kurz vor der Wahl eines Unternehmens, für das Sie sich auf eine Praktikantenstelle bewerben möchten. Da fragen Sie sich , wie es mit der Praktikum Bezahlung aussieht. Was ist angemessen und was ist üblich? Gibt es überhaupt eine Vergütung und wenn ja, wie können Sie das meiste für sich herausholen?

Seien Sie unbesorgt. Dieser Artikel hilft Ihnen, Ordnung in Ihre Gedanken zu bekommen. Sie werden am Ende wissen, wie Praktikanten in der Regel bezahlt werden und was Sie tun können, um mehr zu bekommen. Damit bekommen Sie die Chance, nicht nur neue Erfahrungen zu sammeln, sondern auch Ihre monatlichen Kosten zu decken.

Lesen Sie, wieso eine Praktikumsstelle sinnvoll ist und welche Regelungen es für die Praktikum Bezahlung gibt. Erfahren Sie, was es mit dem Mindestlohn auf sich hat und ob Sie Anspruch darauf haben oder nicht. Bekommen Sie zudem einen Einblick in die Branchen, die gut bezahlen. Los gehts!

 

Darum ist ein Praktikum sinnvoll

Das Klischee eines typischen Praktikanten ist auch heute noch weit verbreitet. Darunter fällt die Annahme, dass lediglich Aufgaben wie Kaffee kochen oder das Vorbereiten von Meeting-Räumlichkeiten oder andere Fleißarbeiten in das Aufgabengebiet eines Praktikanten fallen. Allein bei dem Wort „Praktikum“ denken viele Leute an eine Pflichtübung, die eben sein muss. Große Bedeutung messen sie ihr aber eher nicht zu.

Gründe für ein Praktikum

Doch dem ist schon lange nicht mehr so! Zwar können genannte Tätigkeiten auch mal vom Vorgesetzten verlangt werden. Trotzdem ist der Grund für die meisten ein anderer. Egal, um welchen Bereich es sich letztendlich handelt. In einem Praktikum haben Sie die einmalige Gelegenheit, praktische Erfahrungen in Ihrem angestrebten Beruf zu sammeln. Es gibt Ihnen Orientierung und zeigt Ihnen, was Sie wollen oder auch nicht wollen.

Häufigste Motivationen sind:

  1. Lernen und Erfahrungen sammeln
  2. Branche kennenlernen
  3. Verbindung von Theorie & Praxis

Sie bekommen Einblicke in die Unternehmenswelt Ihrer Branche und haben die Chance, sich ein weites Netzwerk aufzubauen. Das kann Ihnen auch im späteren Berufsleben Türen und Tore öffnen. Hat nicht so manch einer seinen Job nur deshalb bekommen, weil er über die richtigen Kontakte verfügte. Gut ist es auch für Ihren ausführlichen Lebenslauf. Sie können die berühmte „Lücke“ sinnvoll füllen oder einfach Ihren Werdegang durch die kurzzeitige Anstellung in einer renommierten Firma aufbessern. Das kann Ihnen bei späteren Bewerbungen helfen, einen Eindruck bei dem Personaler zu hinterlassen. Die Theorie aus der Schule oder Universität können Sie zudem miteinander verbinden.

Woher die meisten Praktikanten kommen

Nahezu 50% aller Praktika sind Pflichtpraktika. Viele Bewerber auf eine solche Stelle kommen aus dem universitären Bereich der Betriebswirtschaftslehre.

Ein Praktikum lohnt sich für Ihre Karriere immer. Da ist es sogar egal, ob es bezahlt oder unbezahlt ist. Ob Sie es allerdings unvergütet machen können und wollen, ist eine andere Frage.

 

Die Praktikum Bezahlung

Oft kommt es vor, dass Schüler oder Studenten, die eine Praktikumsstelle anstreben, enttäuscht werden. Sie haben die Erwartung, tolle neue Erfahrungen zu machen und viel dazulernen zu können und gleichzeitig gut dafür entlohnt zu werden. Doch dass dem oft nicht so ist, ist einigen nicht klar. Verständlich ist, dass Sie nach einem Platz suchen, in dem Sie beides bekommen. Sowohl die Erweiterung Ihres Horizonts als auch das nötige Kleingeld für Ihre Miete und Ihren Lebensunterhalt. Besonders dann, wenn Sie keine weitere Unterstützung von Ihrer Familie oder BAföG erhalten. Wie Sie eine gute Bezahlung bekommen, können Sie im Folgenden lesen. Denn für so manche Stelle gibt es wie für Arbeitnehmer einen Mindestlohn, mit dem Sie sicherlich über die Runden kommen könnten.

Mindestlohn bei einer Praktikum Bezahlung?

Die Frage nach einem Mindestlohn bei einer Praktikumsstelle ist leicht zu beantworten. Denn ja, es gibt ihn tatsächlich. Doch ist er an gewisse Bedingungen geknüpft, die nachfolgend näher erläutert werden sollen.

Seit Januar 2019 liegt der Anspruch auf Mindestlohn für einen Arbeitnehmer bei 9,19 Euro brutto die Stunde. Das ergäbe bei einer 40-Stunden Woche ein Bruttogehalt von 1470,40 Euro im Monat. Was sich für ein Praktikanten Gehalt nicht schlecht anhört, ist leider nicht für jeden zu erreichen. Denn je nach Situation kann ein Praktikant Anspruch auf das Gehalt pro Monat haben oder nicht.

Dauer des Praktikums

Ihre Praktikumsstelle ist auf mindestens drei Monate oder länger ausgelegt. Denn zu Beginn sind Sie noch nicht eingearbeitet. Das kostet das Unternehmen wertvolle Ressourcen. Deshalb lohnt es sich für die meisten Top Arbeitgeber erst ab einer längeren Dauer, Ihre Arbeit auch zu entlohnen.

Mindestalter: 18 Jahre

Damit Sie einen Mindestlohn von 9,19 euro brutto pro Stunde erhalten dürfen, sollten Sie mindestens 18 Jahre alt sein. Diese Vorgabe gibt es deshalb, da Minderjährigen zunächst eine Ausbildung ermöglicht werden soll. Diese ist in den meisten Fällen noch geringer bezahlt als ein Praktikumsplatz mit Mindestlohn.

Freiwilliges Praktikum

Besonders ausschlaggebend für eine Praktikum Bezahlung von 9,19 euro pro Stunde ist, dass Sie es freiwillig absolvieren. Es sollte zum Beispiel im Rahmen eines Studiums als Orientierung dienen und ergänzend absolviert werden. Dann können Sie mit einer Vergütung rechnen.

Pflichtpraktika

Handelt es sich jedoch um ein Pflichtpraktikum, dass Sie aufgrund der Prüfungsordnung Ihrer Schule oder Universität durchführen müssen, ist eine Bezahlung meist ausgeschlossen.

 

Mit diesen Tipps kann Ihre Praktikum Bezahlung höher ausfallen

Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie sich demnach für einen Platz bewerben, der in die Kategorie „Freiwillige Praktika“ fällt und länger als drei Monate dauert.

Wussten Sie, dass Praktikanten in Deutschland im Durchschnitt 950 Euro im Monat verdienen? Außerdem gelten sie generell nicht als Arbeitnehmer. Das bedeutet, dass eine Vergütung nicht verpflichtend ist.

Dennoch gibt es Hoffnung für Sie. Denn von der Vertragsebene betrachtet, ist das nicht unbedingt richtig. Sobald eine Person einem Unternehmen gegenüber als weisungsgebunden gilt, ist Sie im Grunde wie ein Arbeitnehmer zu betrachten. Also ist dann auch eine gerechte Bezahlung fällig. Achten Sie also unbedingt darauf, was in Ihrem Vertrag geregelt ist.

Gesetz dem Fall, dass Sie tatsächlich ein Pflichtpraktikum machen und wirklich gar keinen Anspruch auf eine Vergütung haben, können Sie andere Möglichkeiten ausprobieren. Fragen Sie in der Firma nach, ob es andere Aufwandsentschädigungen für Sie geben kann. Das könnten Fahrtkostenerstattungen, Gutscheine oder Verpflegungspauschalen sein.

 

In diesen Branchen lohnt sich ein Praktikum

Die Bezahlung fällt je nach Unternehmensbranche sehr unterschiedlich aus. In den folgenden Bereichen könnte es sich für Sie mehr lohnen, nach einem Praktikumsplatz zu suchen:

Weniger ertragreich sind Praktika in der Medien- oder Touristikbranche. Hier ist es nicht selten, dass ein unentgeltliches Praktikum angeboten wird.

Auch gibt es Unterschiede je nach Bundesland, in dem Sie leben. So haben Sie in großen Städten wie Hamburg, Berlin, München, Düsseldorf oder Frankfurt eine bessere Chance auf eine gute Bezahlung als zum Beispiel in den neuen Bundesländern oder in kleinen Orten. Auch das sollten Sei bei Ihrer Suche nach der geeigneten Praktikum Bezahlung beachten.

Letzte Tipps

Nicht zuletzt sollen Ihnen die folgenden Ratschläge bei der Praktikumswahl helfen. Auch wenn es dazu kommt, dass Sie nur wenig bis gar nicht bezahlt werden können, sollten Sie den Platz nicht gleich ablehnen. Fragen Sie sich, ob Sie es sich theoretisch leisten könnten. Denn die Erfahrung kann Ihnen niemand mehr nehmen. Aber egal, ob bezahlt oder unbezahlt, legen Sie in jedem Fall Wert auf ein aussagekräftiges Zeugnis am Ende Ihrer Praktikumseinheit. Vernetzen Sie sich und bleiben Sie in Kontakt mit den Mitarbeitern, die Sie kennenlernen. Sie wissen nie, wozu das eines Tages gut sein kann.

 

In diesem Beitrag haben Sie erfahren, was Sie für die Praktikum Bezahlung wissen müssen. Sie haben gelernt, wann ein Mindestlohn für welche Stellen gezahlt wird und können jetzt besser Ihre eigene Situation einschätzen. Warum ein Praktikum Sinn macht und was Sie davon mitnehmen können, ist Ihnen ebenso nochmal deutlich geworden. Jetzt liegt es an Ihnen. Wählen Sie, wenn Sie können, die richtige Stelle aus. Mit dieser können Sie neue Erfahrungen sammeln und gleichzeitig finanziell abgesichert sein! Viel Erfolg dabei!