Bundesgrenzschutz AusbildungDie Bundesgrenzschutz Ausbildung wird offiziell mit der Bezeichnung Polizeivollzugsbeamte – Bundespolizei geführt. Hier wird zwischen dem höheren, gehobenen und dem mittleren Dienst unterschieden, wobei nur der mittlere Dienst ein Ausbildungsberuf, die beiden anderen Dienstformen jedoch als Zugang ein Studium voraussetzen.

Der mittlere Dienst steht Absolventen der Realschule zur Verfügung. War ursprünglich die Aufgabe des Bundesgrenzschutzes die Überwachung der Grenzen des Landes, so ist heute, durch die Bestimmungen der EU, dieser Dienst nicht mehr die Hauptaufgabe. Vielmehr unterstützt der Bundesgrenzschutz heute die Arbeit der Polizei bei der Abwehr von Gefahren auf die öffentliche Sicherheit.

Wer eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz im Bundesgrenzschutz anstrebt, sollte neben dem Realschulabschluss auch sehr gute Zensuren in den Fächern Deutsch und Mathematik sowie Kenntnisse im Maschinenschreiben und PC-Wissen vorweisen können. Die Ausbildung, die über 2 ½ Jahre dauert, wird an speziellen Ausbildungszentren der Bundespolizei sowie bundespolizeilichen Dienststellen durchgeführt.

An den Ausbildungszentren werden die theoretischen Grundlagen, Schießübungen sowie als Unterrichtseinheit der Dienstsport durchgeführt. Zu den theoretischen Grundlagen gehören selbstverständlich die für den Bereich wichtigen Vorschriften und Gesetze, wie zum Beispiel Einsatzrecht, Verfassungsrecht und öffentliches Dienstrecht, aber auch Englisch, Psychologie und Einsatztraining gehören zu den Ausbildungsinhalten. Diese theoretischen Grundlagen werden während der praktischen Tätigkeit in den Dienststellen vertieft und erweitert. Wer sich für eine Bundesgrenzschutz Ausbildung interessiert, sollte sich für Rechtsfragen interessieren, gern mit Menschen umgehen und eine Neigung zum Sammeln von Beweisen, deren Auswertung und der Kontrolle und Verfolgung von Straftaten vorweisen können.

Darüber hinaus sind analytisches Denken, Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen wichtig. Während der Ausbildung wird eine Ausbildungsvergütung gezahlt, die zwischen 760€ und 820€, je nach Bundesland, liegt. Wie auch in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes üblich, erfolgt nach der Ausbildung eine Eingruppierung in Besonderungsgruppen, die bei A1 beginnt und sich dann im Laufe des Berufslebens zur Gruppe A6 entwickelt. Nach der Berufsausbildung werden Beamte des Bundesgrenzschutzes für verschiedenartige Maßnahmen eingesetzt. So ist es möglich, im Innendienst in den Direktionen, im Außendienst beim Bundesgrenzschutz zu arbeiten oder aber für den Objektschutz oder bei der Bahnpolizei tätig zu werden.