Sie sind auf der Suche nach einem lukrativen Ausbildungsplatz oder wollen sich beruflich neu orientieren? Dann ist die Bundeswehr möglicherweise eine gute Adresse für Sie. Diese hat nämlich eine Vielzahl an Berufen zu bieten, die sich längst nicht mehr nur im Bereich des militärischen Dienstes befinden. Eine Ausbildung bei der Bundeswehr wird in allen erdenklichen Berufssparten angeboten, sodass die Auswahl durchaus vielfältig und nicht nur für das männliche Geschlecht attraktiv ist. Wenn Sie sich auf einen Ausbildungsberuf beim Bund bewerben wollen, sollten Sie allerdings auf ein paar Dinge achten. Welche das sind und was auf jeden Fall in Ihre Bewerbungsmappe gehört, lesen Sie in unserem Beitrag. 

Bewerbung für die Bundeswehr Karriere – Karriereberatung und Karrierecenter

Wenn Sie über eine Ausbildung oder Laufbahn bei der Bundeswehr nachdenken, sollten Sie erst einmal gründlich Ihre beruflichen Möglichkeiten recherchieren, bevor Sie eine Bewerbung abschicken. Welche Anforderungen erfüllen Sie und wo liegen Ihre Interessen? Suchen Sie am besten den Kontakt zum Karrierecenter der Bundeswehr. Dort wird Ihnen Fachpersonal für eine Karriereberatung zur Seite stehen und ausführlich erörtern, welche Möglichkeit das Unternehmen bietet und für welche Laufbahn Sie sich am besten eignen. Des Weiteren wird Sie das Karrierecenter darüber informieren können, welche Schritte eingeleitet werden müssen, um Ihrem Traumjob ein Stück näher zu kommen. Das können unter anderem Einstellungstests, Sporttests und weiterführende Gespräche sein. Drei unterschiedliche Anlaufstellen stehen Ihnen im Rahmen der Karriereberatung zur Verfügung, die Ihnen ganz sicher weiterhelfen können.

Sie denke über eine Bewerbung für die Bundeswhr Karriere nach? Dann zögern Sie nicht, nur wiel Sie eine Frau sind.

Nicht nur Männer werden bei der Bundeswehr gesucht. Auch Frauen sind dort gern gesehen.

  • Büro der Karriereberatung: Hier können Ihnen alle Fragen beantwortet werden, die Sie zum Thema Bewerbung in Bezug auf die Bundeswehr haben. Sie können entweder vor Ort einen Termin zu einem persönlichen Gespräch vereinbaren oder kostenfrei per Telefon eine Beratung in Anspruch nehmen.
  • Beratungsstellenfinder: Mit diesem Tool bekommen Sie Hilfe bei der Suche nach einem Beratungsbüro in Ihrer unmittelbaren Nähe. Geben Sie einfach die entsprechende Postleitzahl an und schon wird Ihnen die passende Adresse angezeigt.
  • Karrierechats: Falls Sie keinen persönlichen Kontakt mit der Karriereberatung herstellen wollen, ist die Kommunikation auch online möglich. Werktags können Sie so von 9 bis 17 Uhr alle Fragen loswerden, die Ihnen für Ihre Bewerbung bei der Bundeswehr unter den Nägeln brennen.

Diese Bereiche gibt es

Viele Berufe, die Sie in der freien Marktwirtschaft finden, gibt es auch bei der Bundeswehr. Entgegen der üblichen Vorstellung sind die Angestellten dort nämlich nicht grundsätzlich Soldaten und Offiziere. Immerhin wird mit einer Vielzahl an Maschinen gearbeitet, für die Mechaniker, Elektriker, Ingenieure und weiteres technisch versiertes Personal benötigt werden. Auch muss es jemanden geben, der in der Verwaltung arbeitet und für Personalangelegenheiten zuständig ist. Auch die Pressestelle muss besetzt sein, um die Außenwelt stets auf dem neuesten Stand halten zu können. Sie sehen also, dass die Auswahl an Berufen größer ist als gedacht. Wer sich für eine Karriere bei der Bundeswehr interessiert, muss sich allerdings erst einmal zwischen zwei verschiedenen Berufszweigen entscheiden. Entweder streben Sie eine Laufbahn im zivilen Bereich oder aber im militärischen Sektor an. Beide sind grundverschieden und haben gesonderte Einstellungskriterien.

Die militärische Laufbahn

Dies ist wohl der typische und bekannteste Karrierezweig bei der Bundeswehr. Hier können Sie als Wehrdienstleistender starten oder Soldat auf Zeit sein. Je nach Schulabschluss ist zudem auch eine Beförderung zum Unteroffizier, Feldwebel oder Offizier möglich. Das Abschlusszeugnis ist allerdings nicht das einzige Einstellungskriterium. Für manche Stellen ist außerdem eine gewisse Führungsqualität gefordert und Fachkenntnisse in ausgewählten Bereichen sind von Vorteil. Falls Sie diesen beruflichen Weg gehen wollen, sollten Sie sich ausführlich beraten lassen und recherchieren, welche Dokumente eingereicht werden müssen, um sich auf solch eine Stelle zu bewerben.

Wenn Sie Ihre Unterlagen vollständig eingereicht haben, wird nach der Sichtung Kontakt mit Ihnen aufgenommen. Im Idealfall erhalten Sie die Einladung, an einem Auswahlverfahren teilzunehmen, das ein bis zwei Tage dauern kann. In diesem Rahmen müssen Sie sich einer medizinischen Untersuchung unterziehen, um Ihre körperliche Verfassung genau feststellen zu lassen und zu sehen, ob Sie für die Arbeit bei der Bundeswehr geeignet sind. Des Weiteren werden Sie zu Gesprächen eingeladen, um herauszufinden, ob Sie auch über Ihre Fitness hinaus als Anwärter geeignet sind. Wollen Sie eine Bewerbung für den millitärischen Dienst einreichen? Dann können Sie sich die entsprechenden Formulare herunterladen. Diese müssen Sie anschließend ausfüllen und Ihrer Bewerbungsmappe beilegen. Was noch alles in Ihrer Mappe zu finden sein sollte, lesen Sie in einem späteren Abschnitt.

Die zivile Laufbahn

Wenn Sie keine Laufbahn als Soldat bei der Luftwaffe, Marine oder anderen Einheiten anstreben, können Sie bei der Bundeswehr auch über die Bewerbung um eine zivile Karriere nachdenken. Welche Möglichkeit sich Ihnen hier bietet, hängt natürlich von Ihren jeweiligen Zeugnissen und Referenzen ab. So können Sie gemäß Ihren Interessen in der Presseabteilung arbeiten, Personalakten verwalten oder auch Koch in der Kaserne sein. Die Liste an Berufen ist schier unendlich. Die Bewerbung richten Sie allerdings nicht an eine zentrale Stelle, sondern an den für Ihre Region zuständigen Standort. Auch ist die Bewerbungsadresse besonders wichtig. Je nach angestrebter Position richtet sich diese nämlich an eine andere Dienststelle. Sie senden Ihre Bewerbung also entweder an das jeweilige regionale Dienstleistungszentrum, an ein Servicezentrum oder wählen die Adresse des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr. Letzteres ist für den gehobenen technischen und nichttechnischen Dienst zuständig und für Laufbahnangebote für den höheren und gehobenen Dienst. Außerdem gibt es noch das Bundessprachamt, das Ansprechpartner für zivile Berufe im Bereich der Übersetzungen und des Dolmetschens ist. Nicht zu vergessen ist darüber hinaus das Zentrum für Geoinformationswesen. Dieses ist die richtige Adresse für eine Karriere im mittleren, gehobenen und höheren Dienst im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich.

Wenn Sie eine Bewerbung für die Bundeswehr Karriere schreiben wollen, müssen Sie nicht nur die militärische Laufbahn im Auge haben.

Nicht nur Soldaten, sondern auch Mechaniker und andere Berufssparten sind bei der Bundeswehr gefragt.

Sie können selbst entscheiden, ob Sie Ihre Bewerbung online mithilfe des E-Recruitings einsenden möchten oder den herkömmlichen Weg über die Post bevorzugen. Auch hier werden Sie nach erfolgreicher Sichtung der Bewerbungsunterlagen zu einem Test und einem Gespräch eingeladen. Wollen Sie eine Ausbildung bei der Bundeswehr machen, müssen Sie sich zum Beispiel auf eine zweieinhalbstündige schriftliche Prüfung einstellen. Dabei werden Teilbereiche wie Mathematik, Rechtschreibung, wirtschaftliche und soziale Themen sowie logisches Denken abgefragt. Manchmal ist auch eine Arbeitsprobe oder ein Praktikum erforderlich. Darüber werden Sie an entsprechender Stelle aber informiert.

Das muss in die Bewerbungsmappe

Haben Sie den passenden Beruf bei der Bundeswehr für sich gefunden? Dann ist es jetzt Zeit für die Bewerbung, die Ihre Bundeswehr Karriere einleiten soll. Schnell kommt hier allerdings die Frage auf, was eigentlich alles in die Bewerbungsmappe gehört und welche allgemeinen Bedingungen Sie erfüllen müssen, um überhaupt in die engere Auswahl zu kommen. So müssen Sie beispielsweise gemäß Artikel 116 des Grundgesetzes die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Außerdem dürfen Sie nicht vorbestraft oder hoch verschuldet sein. In einigen Fällen wird je nach Laufbahn sogar ein Mindestalter von 18 bis maximal 30 Jahren gefordert. Erfüllen Sie diese Voraussetzungen, können Sie damit starten, Ihre Bewerbung zu schreiben und die nötigen Unterlagen für Ihre Mappe zusammenzustellen. Welche das sind, haben wir Ihnen im Folgenden aufgelistet:

  • fehlerfreies Bewerbungsanschreiben
  • tabellarischer und antichronologischer Lebenslauf
  • Bewerbungsfoto
  • Geburtsurkunde
  • Erlaubnis zur Datenspeicherung
  • Abschlusszeugnisse als beglaubigte Kopie (Schule, Studium, Gesellenbrief)
  • eventuell medizinische Unterlagen

Haben Sie bereits eine Ausbildung absolviert oder studiert? Dann gehören der Gesellenbrief, Meisterbrief oder ähnliches, ein Studiennachweis und Arbeitszeugnisse ebenfalls in die Bewerbungsmappe. Denken Sie unbedingt daran, alle Zeugnisse niemals im Original, sondern immer als beglaubigte Kopie beizulegen. Die Beglaubigung für Ihre Zeugnisse erhalten Sie beim Amt oder im Rathaus Ihrer Stadt. In der Regel müssen Sie dafür eine kleine Summe als Bearbeitungsgebühr zahlen.

Studieren bei der Bundeswehr

Neben der Möglichkeit, bei der Bundeswehr eine Ausbildung zu absolvieren oder eine Laufbahn im militärischen Dienst oder im zivilen Bereich einzuschlagen, können Sie dort natürlich auch ein duales Studium beginnen. Die Bewerbung dafür geht allerdings nicht so einfach und schnell vonstatten, wie es bei einem gewöhnlichen Studium an einer herkömmlichen Universität der Fall ist. Bevor Sie ein Studium bei der Bundeswehr starten dürfen, müssen Sie nämlich erst einmal eine einjährige militärische Grundausbildung absolvieren und sich danach für eine längere Dienstzeit als Soldat verpflichten lassen – in der Regel für 13 Jahre. Das ist natürlich erstmal eine Hürde, hat später aber den Vorteil, dass Sie im Studium weiterhin Ihr volles Gehalt bekommen. Wie hoch das ist, richtet sich nach dem Dienstgrad, den Sie zu dem Zeitpunkt haben.

Wenn Sie bei der Bundeswehr studieren möchten, haben Sie die Wahl zwischen zwei Universiäten – der UniBwM in München und der HSU/UniBwH in Hamburg. An beiden Standorten werden Sie hauptsächlich Studenten antreffen, die sich zum Offizier ausbilden lassen. Jedes Jahr beginnen etwa 2000 Offiziersanwärter ein Studium an diesen beiden Universitäten.

Diese Voraussetzungen müssen Sie erfüllen

Um sich für ein duales Studium an der Universität der Bundeswehr in Hamburg oder München bewerben zu können, müssen Sie mehr vorweisen als eine Grundausbildung und die Verpflichtung zum Soldaten. So ist der Besitz der allgemeinen Hochschulreife ein Muss. Sollten Sie eine Fachhochschulreife besitzen, ist die natürlich auch gern gesehen. Darüber hinaus müssen Sie das Auswahlverfahren für Offiziere überstehen, das eine weitere militärische Laufbahn voraussetzt.

Alle Formalitäten beachten, dann klappt’s mit der Bewerbung

Wie Sie sehen, ist die Bewerbung um eine Ausbildung oder gar ein Studium bei der Bundeswehr nicht so leicht, wie um eine Stelle bei einem anderen Arbeitgeber. Sie müssen viele Unterlagen einreichen, Fragebögen ausfüllen und die gewünschte Form strikt einhalten. Zudem dürfen Sie nicht verschuldet oder vorbestraft sein, müssen die deutsche Staatsangehörigkeit haben und Eignungsprüfungen bestehen. Ist die Laufbahn bei der Bundeswehr als Offizier oder im zivilen Bereich Ihr großer Traum, sollten Sie sich von diesen Formalien allerdings nicht abschrecken lassen. Beachten Sie einfach unsere Tipps, dann wird bei der Bewerbung sicher nichts schief gehen.