bewerbung absage antwort

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Der Umgang mit Ablehnungen ist nicht einfach. Allerdings ist es immer möglich, das Blatt zu wenden und daraus eine Chance zu machen. Wie das möglich ist, erfahren Sie genau hier. Lesen Sie, wie Sie eine Absage als Chance nutzen können, indem Sie erkennen, woran Sie gescheitert sind. Außerdem bekommen Sie drei Tipps für eine richtig gute Antwort und können zwischen zwei Musterschreiben auswählen. Wer weiß, vielleicht ändert das ja doch etwas?

Jeder Bewerber wird damit früher oder später konfrontiert. Absagen. Ein flacher Umschlag im Briefkasten, oder die unpersönliche Mail, die Sie noch voller Hoffnung geöffnet haben. Nicht selten hat man Stunden in die perfekte Bewerbung investiert, sich über das Unternehmen genauestens informiert und mindestens genauso viel und lange gehofft. Mit einer Absage auf die Bewerbung rechnet man erstmal gar nicht. Und wenn es dann doch so kommt, macht sich schnell Frustration breit. Gerade Absagen nach einem erfolgreichen Vorstellungsgespräch sind unverständlich. Wenn Ihnen das auch schon einmal passiert ist, dann kennen Sie den ersten Impuls: bloß nichts mehr mit diesem Unternehmen zu tun haben.

Dieser Impuls ist verständlich. Aber es lohnt sich trotzdem, einmal genauer darüber nachzudenken. Eine Absage persönlich zu nehmen, ist für Sie nämlich aus gleich zwei Gründen keine gute Idee. Erstens hat eine Absage in den meisten Fällen nichts mit Ihrer Person zu tun. Daher ist der erste und allerwichtigste Tipp: Weg mit der Absage und weiter machen! Und zweitens nehmen Sie sich, wenn Sie die Ablehnung der Bewerbung persönlich auffassen, eine große Chance. Hier sind Sie daher richtig. Denn hier erfahren Sie, wie Sie diese Chance nutzen können und aus einer Niederlage vielleicht doch noch einen Sieg machen können.

Eine Absage als Chance? Und wie Sie sie nutzen können.

Es gibt nur wenige Bewerber, die eine Absage als Chance betrachten. Wenn auch Sie bei Absagen den Mut verlieren, dann ist es nun an der Zeit, das zu ändern! Denn mit einer positiven Grundeinstellung und einer gründlichen Selbstreflexion verwandeln Sie die Absage in eine Chance. So ist es nicht nur viel einfacher, mit der Situation umzugehen. Sie verbessern dadurch auch ihre Bewerbung enorm, gehen mit neuem Selbstvertrauen an andere Bewerbungen heran und haben im besten Fall sogar noch eine Chance, das Blatt zu wenden und den Job doch noch zu bekommen. Das sind drei gute Gründe, die Ablehnung Ihrer Bewerbung nicht als Ende, sondern als Anfang zu betrachten.

Wenn ein Unternehmen Ihre Bewerbung also abgelehnt hat, dann steht an allererster Stelle für Sie eine Selbstreflexion. Diese Aufarbeitung ist nicht immer der angenehmste Teil, dafür aber der produktivste. Um damit zu beginnen, sollten Sie sich auf folgende zwei Fehler überprüfen:

Überschätzung in der Bewerbung

Das bedeutet nicht direkt, dass Sie sich generell überschätzen. Aber gerade jungen Bewerbern passiert es häufig, dass Sie die Stellenprofile und Anforderungen von Unternehmen nicht richtig einordnen können. Daher: Schauen Sie sich genau an, was das Unternehmern von Bewerbern verlangt und welche Qualifikationen Sie mitbringen.

Unterschätzung in der Bewerbung

Auf der anderen Seite gibt es auch Bewerber, die für einen Job deutlich überqualifiziert sind. Die Unternehmen suchen Mitarbeiter, die in Ihrer Position zufrieden sind. Wenn Sie in Ihrem Lebenslauf listenweise Arbeitserfahrung mit Führungspositionen haben, wird es schwer werden, einen Job als Assistent zu finden. Auch hier gilt es, die Anforderungen des Unternehmens möglichst genau zu treffen.

Keiner dieser beiden Gründe muss auf Sie zutreffen. Es ist nur ein Teil der Aufarbeitung einer Absage und damit der Anfang. Wenn Sie sich also sicher sind, das nichts von beidem zutrifft, dann können Sie sich überlegen, an welcher Stelle des Bewerbungsprozesses Sie Ihre Absage erhalten haben. Denn auch das sagt einiges über die möglichen Gründe aus.

Wann wurde die Bewerbung abgelehnt? Und warum der Zeitpunkt wichtig ist.

Ihr Ziel sollte es sein, aus der Absage das Beste für Ihre Karriere zu machen. Genau das können Sie tun, indem Sie Verbesserungspotential ermitteln. Ein Tipp dafür ist es, den Zeitpunkt zu beachten, an dem Sie die Ablehnung Ihrer Bewerbung bekommen haben. Schreiben Sie sich genau auf, wann das war und lesen Sie hier, was Sie daraus lernen können:

Ablehnungen zu Beginn des Auswahlprozesses

Die normale Quote für Kandidaten liegt bei 80%. Das heißt, bei zehn Bewerbungen können Sie mit acht Absagen rechnen, aber auch mit zwei Einladungen zu einem Vorstellungsgespräch. Wenn Sie deutlich weniger oder gar nicht zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden, kann das an folgenden Gründen liegen:

  • Ihre Kompetenzen und Qualifikationen passen nicht zum Stellenprofil.
  • Es gab zu viele passende Kandidaten für den Job. Deshalb musste eine Auswahl getroffen werden.
  • Ihre Bewerbungsunterlagen haben Verbesserungspotenzial.
  • Der Job wurde im Unternehmen intern vergeben.

Ablehnung nach einem telefonischen Gespräch

Gerade bei einer hohen Anzahl an Bewerbern wird häufig eine Vorauswahl durch ein telefonisches Gespräch getroffen. Der Eindruck, den ein Kandidat hier macht, ist entscheidend für eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Wenn das bei Ihnen leider nicht der Fall war, kann das folgende Ursachen haben:

  • Sie haben bei Ihrem Gesprächspartner nicht den Eindruck gemacht, bestens informiert zu sein.
  • Sie hatten nicht die Möglichkeit, Ihren Lebenslauf und Ihre Motivation passend darzustellen.
  • Die Situation des Gespräches ist verbesserungswürdig.

Ablehnung nach dem Vorstellungsgespräch

Absagen nach einem Vorstellungsgespräch sind leider besonders ärgerlich, da man schließlich gehörte schon zu den Bewerbern gehörte, die das Unternehmen als geeignet empfunden hat. Aber auch aus dieser Situation gibt es einiges zu lernen, um beim nächsten Job auf ganzer Linie zu überzeugen:

  • Vorbereitung ist Trumpf. Vielleicht lohnt es sich, für das nächste Vorstellungsgespräch mehr Zeit zu investieren?
  • Konnten Sie Ihre Aussagen und Argumente schlüssig wiedergeben? Wichtig ist, dass das Gespräch immer nachvollziehbar ist.
  • Wie sind Sie mit schwierigen Fragen umgegangen? Und haben Sie Ihre Chance zum nachfragen genutzt?

Wenn Sie diese Punkt Schritt für Schritt aufbarbeiten, haben Sie nun einige Informationen beisammen, um auf Ihre Job-Absage passend reagieren zu können. Und das ist wichtig! Erstens hinterlassen Sie damit nicht nur einen guten Eindruck, sondern Sie haben auch die Chance, sich mit einer guten Antwort wieder ins Rennen zu bringen!

Abgelehnt? Warum Sie eine Antwort schreiben sollten!

Ein Dankschreiben ist meistens das Letzte, woran Kandidaten nach einer Ablehnung denken. Nun, es muss nicht gleich ein Dankschreiben sein, auch wenn Sie damit die Gelegenheit haben, Ihre Größe zu zeigen. Sie können Ihre Antwort aber auch nutzen, um nachzufragen, woran es denn gescheitert ist, oder einfach nur, um eine Rückmeldung zu geben. Egal aus welcher Motivation, hier sind drei gute Gründe, warum Sie auf eine Ablehnung immer antworten sollten:

  1. Sie haben die Möglichkeit, zu klären, warum das Unternehmen Sie abgelehnt hat. Und damit bekommen Sie eine Menge Informationen, um es beim nächsten Traumjob, der kommen wird, besser zu machen.
  2. Möglicherweise wird genau in dieser Firma zu einem späteren Zeitpunkt eine ähnliche Position frei. Indem Sie ein Dankschreiben formulieren, hinterlassen Sie ein gutes Gefühl, das Ihnen beim nächsten Mal helfen wird.
  3. Der Umgang mit abgelehnten Bewerbern sagt viel über eine Unternehmenskultur aus. Und Sie wollen bestimmt in einer wertschätzenden Umgebung arbeiten. Von daher: behalten Sie Ihre Informationen im Hinterkopf. Manchmal kann man auch dankbar sein, wenn es nicht geklappt hat.

Sie haben also jetzt jeden Grund, sich noch einmal an den Computer zu setzen und eine Antwort zu schreiben. Bevor Sie das tun, ist es aber eine gute Idee, Tipps zu lesen, die Ihnen bei der Formulierung helfen. Denn wer weiß: In manchen Fällen macht ein gutes Dankschreiben den entscheidenden Unterschied!

Worauf sollten Sie beim Schreiben antworten? 3 Tipps.

Es gibt gute Ideen für die perfekte Antwort. Und es gibt richtig schlechte Ideen. Abgesehen vom Inhalt, sollte aber auch die Form stimmen. Die meisten Menschen lesen nämlich zwischen den Zeilen, auch der Personaler. Was Sie dort schreiben, das sollte stimmen. Achten Sie also auf folgende Punkte:

  • Antworten Sie zeitnah. Erstens können Sie danach für sich persönlich die Bewerbung abhaken, und zweitens bleiben Sie so kohärent in Ihrer zuverlässigen und zuvorkommenden Art.
  • Bewahren Sie Haltung. Lassen Sie sich nicht in Argumentationen über Ihren Lebenslauf oder Ihre Qualifikationen verwickeln. Ein Dankschreiben sollte immer die Entscheidung respektieren.
  • Schreiben Sie ehrlich. Wenn Sie enttäuscht über die Absage sind, können Sie das zum Ausdruck bringen. Gerade nach einem guten Gespräch signalisiert man so, dass man die Zeit trotzdem geschätzt hat.

Sie wissen also jetzt, woran Ihre Ablehnung liegt. Sie wissen, warum ein Dankschreiben oder eine einfach Antwort immer eine gute Idee sind. Und Sie wissen, worauf Sie dabei formal achten sollten. Jetzt gilt es, das richtig umzusetzen!

2 Möglichkeiten, eine Antwort zu verfassen. Das kann Sie zurück bringen.

Sie haben die Wahl zwischen zwei Optionen, mit denen Sie auf die Ablehnung reagieren können. Die Erste davon ist ein Dankschreiben, mit dem Sie die Absage akzeptieren. Das könnte so aussehen:

Sehr geehrter Herr/Sehr geehrte Frau,

ich habe Ihr Schreiben erhalten und akzeptiere Ihre Entscheidung. Gerne möchte ich aber mein Bedauern ausdrücken. Gerade nach dem Vorstellungsgespräch ist meinerseits ein positiver Eindruck entstanden. Aus diesem Grund hätte es mich gefreut, in dieser Position zu arbeiten.

Ich bedanke mich trotzdem für den netten Austausch und wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft. Sollte die Stelle wider Erswarten erneut frei werden, würde es mich freuen, von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen,

Mit dieser Formulierung erreichen Sie zwei Dinge. Erstens bleibt ein freundlicher und positiver Eindruck zurück. Und zweitens passiert es nicht selten, dass die erste Wahl ein anderes Angebot bekommt und ablehnt. In diesem Fall haben Sie mit dieser Antwort gute Karten.

Die zweite Wahl dagegen ist eine Antwort, in der Sie auf die Gründe Ihrer Ablehnung eingehen:

Sehr geehrter Herr/Sehr geehrte Frau,

vielen Dank, ich habe Ihr Schreiben erhalten und die Gründe Ihrer Absage zur Kenntnis genommen.

Allerdings entsteht bei mir der Eindruck, dass es mir nicht möglich war, meine Kompetenzen und Qualifikationen ausreichend darzustellen. Vielleicht ist dadurch bei Ihnen ein falscher Eindruck entstanden?

Wenn dem so ist, würde ich mich über die Möglichkeit eines Gesprächs, gerne auch telefonisch, freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Mit dieser freundlichen Formulierung machen Sie nichts falsch. Es ist durchaus legitim, nach einer zweiten Möglichkeit zu bitten. Und eins tun Sie dadurch in jedem Fall: Sie halten sich alle Türen offen!