BetriebsausbildungUnter einer Betriebsausbildung versteht man den Anteil der praktischen Arbeit in einem Betrieb während einer dualen Ausbildung. Während in der Berufsschule das theoretische Hintergrundwissen vermittelt wird, erhält ein Auszubildender im Ausbildungsbetrieb im Rahmen der Betriebsausbildung die praktische, arbeitsbezogene Ausbildung.

Diese Ausbildung ist in der Ausbildungsverordnung hinterlegt, das heißt, für jedes Jahr der Betriebsausbildung sind die zu vermittelnden Inhalte genau definiert. Da die Betriebsausbildung den Inhalt der tatsächlichen Arbeit vermittelt, wird sie als Kernpunkt der Ausbildung angesehen. Aus diesem Grund wird ein Ausbildungsvertrag mit dem Betrieb und nicht mit der Berufsschule geschlossen, eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz in einer dualen Ausbildung wird an den Betrieb und nicht an die Berufsschule gerichtet. Die Betriebsausbildung ist gestaffelt nach den Anforderungen, die ein Auszubildender erfüllen muss. Zu Beginn der Ausbildung wird er zu einfachen praktischen Arbeiten, Aufräum- und Reinigungstätigkeiten herangezogen, doch es ist festgelegt, dass diese Arbeiten zu den Ausbildungsinhalten gehören und sich, entsprechend der Dauer der Ausbildung, steigern.

Außerhalb der Berufsschulzeit ist ein Auszubildender verpflichtet, im Ausbildungsbetrieb zu arbeiten, dies gilt auch, wenn die Berufsschule ausfällt oder in Ferienzeiten. Die Betriebsausbildung findet in zwei Formen statt. Entweder arbeitet der Auszubildende täglich im Betrieb, außer an den Tagen der Woche, an denen Berufsschulunterricht stattfindet. In diesem Fall muss er im Anschluss an die Berufsschule nur dann zum Betrieb, wenn die Schulzeit eine bestimmte Stundenzahl am Tag unterschreitet. Die Alternative dazu, die in den letzten Jahren verstärkt durchgeführt wird, ist die Form der Blockausbildung. Hier wechseln sich Zeiten mit ausschließlicher Berufsschulunterweisung und ausschließlicher Arbeit im Betrieb kontinuierlich über die gesamte Ausbildungszeit ab.

Bei der Betriebsausbildung sind einige Regeln zu beachten. Der Ausbilder hat für die Sicherheit und die fachbezogene Unterweisung des Lehrlings zu sorgen und ihm alle Mittel zur Verfügung zu stellen, die dieser zur Ausübung der Tätigkeiten benötigt. Der Auszubildende jedoch hat die Pflicht, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen, seine Betriebsmittel und unter Umständen Arbeitskleidung in ordentlichem, funktionsfähigem Zustand zu erhalten und den Weisungen des Ausbilders umgehend Folge zu leisten.

Er hat bei der Arbeit darauf zu achten, die Sicherheitsanweisungen zu befolgen und Maschinen, Werkzeuge oder Betriebsmittel pfleglich zu behandeln. Darüber hinaus werden die Inhalte der Betriebsausbildung in einem Berichtsheft festgelegt, zu dessen Führen der Auszubildende verpflichtet ist. Die Berichte werden vom Ausbilder unterzeichnet und in der Berufsschule regelmäßig zur Prüfung vorgelegt.

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