Ausbildungsberufe MedizinDie Ausbildungsberufe Medizin sind sehr abwechslungsreich und körperlich anspruchsvoll. Bei den Ausbildungsberufen Medizin unterscheidet man zwischen den Berufen, die direkt an Patienten ausgeübt werden, wie zum Beispiel die Berufe Hebamme, Masseur oder Krankenschwester.

Daneben gibt es zahlreiche Berufe, die am Rande mit der Medizin zu tun haben: Hierzu gehören Berufe wie Orthopädieschuhmacher oder Augenoptiker. Die meisten Berufe, die in den Bereich der Ausbildungsberufe Medizin fallen, sind typische Frauenberufe, als Beispiel sei hier der Beruf der Hebamme genannt, bei dem man das Pendant des Geburtshelfers höchstens in Kliniken vorfindet.

Allen medizinischen Ausbildungsberufen ist gemein, dass sie in einer schulischen Ausbildung erworben werden (mit Ausnahme des Berufs des Tierpflegers oder der Arzthelferin).

Für eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz in einem medizinischen Ausbildungsberuf sollte man sich über die körperlichen und psychischen Belastungen klar werden, die viele dieser Berufe mit sich bringen. Wer sich für den Beruf der Hebamme entscheidet, muss mit einer Tag- und Nachtbereitschaft klarkommen (die meisten Babys werden nachts und am Wochenende geboren), Krankenschwestern werden mit dem Leid von Patienten und Angehörigen konfrontiert, die sie um Trost und Rat ersuchen. Tierpfleger, vor allem wenn sie bei Tierärzten, in Kliniken oder in Tierheimen arbeiten, werden mit gequälten und vernachlässigten Tieren zu tun haben. Trotzdem sind die Ausbildungsberufe Medizin sehr erfüllend, da man die Auswirkungen der täglichen Arbeitsleistung sofort als Feedback von den Menschen, denen man hilft, sieht.

Wer eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz im medizinischen Bereich anstrebt, sollte sich über die Standorte der einzelnen Pflege- und Fachschulen informieren, denn Bewerbungen müssen genau dorthin gerichtet werden. Wer als Krankenschwester arbeiten will, muss seine Bewerbung direkt an die Krankenhäuser richten. Masseur-, Physiotherapie- oder Psychotherapieausbildungen hingegen werden ausschließlich an Fachschulen unterrichtet. Zudem haben einige Berufe dieses Bereichs als Mindestvoraussetzung ein Medizinstudium bzw. ein Abitur (wegen der Lateinkenntnisse, die in einigen Berufen vorhanden sein müssen).

Die Ausbildungen im medizinischen Bereich dauern in der Regel zwischen 2 und 4 Jahre und werden vor einem speziellen staatlichen Prüfungsausschuss und nicht, wie bei anderen Berufen, vor einer Kammer abgelegt.

Thema: Ausbildungsberufe Medizin