Ausbildung FotografDie Ausbildung Fotograf gehört zu den künstlerischen Handwerksberufen. Der Beruf ist, trotz seiner interessanten Arbeitsaufgaben und vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten nicht sehr beliebt. Im Schnitt geben nicht einmal 1000 Jugendliche jedes Jahr eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz ab.

Umso erstaunlicher ist es, dass auch die Anzahl der Jugendlichen, die die Berufsausbildung vorzeitig abbrechen, sehr hoch ist. Dies mag vor allem mit den Chemikalien zusammenhängen, mit denen ein Fotograf arbeitet. Auch haben manche Jugendlichen meist ein falsches Bild von den Aufgaben eines Fotografen und malen ihn sich in bunteren Farben aus, als er eigentlich ist.

Sicherlich kann ein Fotograf seine gestalterischen Fähigkeiten einsetzten, wundervolle Porträt- und Landschaftsaufnahmen machen, doch die Hauptaufgabe der meisten Jugendlichen in während der Ausbildung zum Fotografen besteht doch darin, Bewerbungsfotos zu machen, die Abrechnung an der Kasse durchzuführen, von Kunden abgegebene Filmrollen zu entwickeln und Kunden über die neuesten Kameras zu informieren.

Dementsprechend ist der Einsatzort von Fotografen eben nicht nur das exotische, aufregende Arbeiten an interessanten Orten mit interessanten Menschen. In der Hauptsache wird die Ausbildung Fotograf auch in Drogerien, Fotolabors oder im kleinen Fotostudio um die Ecke angeboten. Trotzdem ist die Ausbildung Fotograf ein sehr abwechslungsreicher, aufregender Beruf, der nach Beendigung der Lehre viele Möglichkeiten bietet. Ein ausgebildeter Fotograf kann eine Meisterprüfung ablegen oder sich zum Kameramann weiterbilden und so beim Film arbeiten; er kann aber auch ein eigenes Fotoatelier eröffnen. Bei einer Bewerbung zum Fotografen sollte man, so vorhanden, bereits gemachte Fotoarbeiten als Referenz der Bewerbung beilegen.

Hierbei sollte man auf eine ausgewogene Mischung aus Porträts, Landschaftsbildern und Stillleben achten. Auch die Angabe der technischen Ausrüstung, die man verwendet, ist von Vorteil für die Bewerbung. Weiterhin gehören ein gutes Auge, Sinn für Farben und Formen, Freundlichkeit und Kreativität zu den Anforderungen, die an die Bewerber gestellt werden. In vielen Fotoateliers ist es überdies üblich geworden, in Probearbeitstagen die Bewerber auf Herz und Nieren zu prüfen und ihre Fähigkeiten in der Praxis kennenzulernen. Die Ausbildung, die besonders von Abiturienten gern durchgeführt wird, dauert 3 Jahre und wird vor der Handwerkskammer mit einer Prüfung beendet.

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