Ausbildung Niedersachsen
Die Situation der Ausbildung in Niedersachsen ist prekär – trotz großer Unternehmen, Messestandort, einem Flughafen und Häfen an der Nordsee ist die Ausbildungssituation in Niedersachsen bedenklich. Aus diesem Grund wenden sich der Arbeitsminister und der Ministerpräsident des Landes persönlich auf einer Internetseite sowohl an die Jugendlichen als auch an Betriebe, die noch keine Ausbildungsstellen anbieten. Um Firmen einen Anreiz zu geben, in ihrem Betrieb mindestens einen Ausbildungsplatz zu schaffen, wurde die Initiative „2.000 mal 2.500“ gegründet. Hinter diesem Titel verbirgt sich ein finanzieller Anreiz für Firmen, die einen Ausbildungsplatz neu einrichten. Für die Unternehmen, die zusammen 2.000 Ausbildungsplätze schaffen, werden pro neuer Ausbildungschance 2.500 € gezahlt. Diese Förderung wird in 2 Teilen im ersten Ausbildungsjahr an die Betriebe ausgezahlt, wenn sie einen niedersächsischen Bewerber einstellen und ausbilden. Auf diese Weise soll dem Argument, dass die Ausbildung eines Jugendlichen zu viele Unkosten verursacht, der Wind aus den Segeln genommen werden. Darüber hinaus wurde ein Ausbildungspakt geschlossen, der sich die Schaffung einer bestimmten Anzahl neuer Ausbildungsplätze pro Jahr zum Ziel gesetzt hat.
Darunter fallen auch Praktikumsstellen und Möglichkeiten, eine Einstiegsqualifizierung durchzuführen. Für Schulabgänger in Niedersachsen stehen einige interessante Förder-, Qualifizierungs- und Informationsprogramme zur Verfügung. Zum einen hat sich auch hier die Einstiegsqualifizierung für Schüler mit schlechtem Abgangszeugnis bewährt. Darüber hinaus hat die Industrie- und Handelskammer ein Mentorenprogramm entwickelt, das sich an Schulen und Unternehmen gleichermaßen richtet. Das Prinzip entspricht anderen Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben: Die Vertreter der Unternehmen klären die Schüler über die Anforderungen im Arbeitsleben auf, stellen ihre Betriebe und die Chancen, die Mitarbeiter haben, vor und beschreiben die Möglichkeiten einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Dazu gehören auch die Vermittlung von Praktikumsplätzen und das persönliche Gespräch mit einzelnen Schülern. Interessierte Schüler können so konkrete Fragen zu bestimmten Betrieben und Berufen stellen und eine erste Brücke zum eigenen Ausbildungsplatz schlagen. Da die wirtschaftliche Lage in Niedersachsen weniger von Groß- sondern von klein- und mittelständischen Betrieben beherrscht ist, werden auch Verbundausbildungen bei der Ausbildung in Niedersachsen verstärkt unterstützt. Darüber hinaus gibt es hier ein Förderprogramm für so genannte „Konkurslehrlinge“, Auszubildende also, die ihren Ausbildungsplatz wegen des Konkurses des Betriebs verloren haben.
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