Ausbildung Chemielaborant
Die Ausbildung als Chemielaborant ist eine 3 ½-jährige anerkannte Berufsausbildung, die im dualen System durchgeführt wird. Zu den Aufgaben eines Chemielaboranten gehört die Vorbereitung und Durchführung von chemischen Untersuchungen und deren genau Protokollierung. Außerdem sind sie für die Herstellung von chemischen Substanzen verantwortlich. Wer eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Chemielaborant anstrebt, sollte zum einen die Realschule oder aber das Gymnasium abgeschlossen haben. Da die Mehrzahl der Bewerber einen Realschulabschluss vorweisen kann, sind gute bis sehr gute Zensuren in den Fächern Mathematik, Biologie, Physik und Chemie sehr wichtig. Zudem sollte man über Englisch- und Datenverarbeitungskenntnisse verfügen. Wichtige Voraussetzungen, um eine Ausbildung als Chemielaborant erfolgreich abschließen zu können, sind Interesse an Chemie und an chemischen Vorgängen, Organisationstalent und vor allem sehr genaues Arbeiten.
Bei den Versuchen, die durchgeführt werden, ist sowohl eine exakte Vorbereitung als auch eine genaue Durchführung grundlegend. Auch die Versuchsergebnisse müssen sorgfältig verzeichnet werden. Da man in der Chemie auch mit giftigen oder ätzenden Stoffen in Berührung kommt, ist letztendlich eine sehr gute Konzentration und verantwortungsvolles Arbeiten ausschlaggebend. Zu den Ausbildungsinhalten gehören neben den grundlegenden Kenntnissen über das Labor, die Arbeitsmittel, Arbeitsvorgänge sowie die Organisation und das Berichtswesen auch der Umgang und die Herstellung von Proben, das Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsabläufen und die Anwendung der verschiedenen Nachweisverfahren. Während der Ausbildung im Betrieb erlernen die Auszubildenden die praktischen Fähigkeiten und führen Versuche durch, in der Berufsschule wird hierzu das notwendige Hintergrundwissen vermittelt, wie beispielsweise die Struktur und Eigenschaften von Stoffen und die zugehörigen Untersuchungsmethoden, das Überwachen von Produktionsprozessen oder das Durchführen von elektrotechnischen Arbeiten. Während der Ausbildung wird eine Ausbildungsvergütung gezahlt, die zwischen 660 € und 810 € je nach Ausbildungsjahr liegt. Die Zahl der Ausbildungsabbrüche beträgt nur 1/3 der durchschnittlichen Abbrüche, was für die Zufriedenheit während der Ausbildung spricht. Dass der Beruf sehr anspruchsvoll ist, spiegelt sich in dem Anfangsgehalt wieder, das bei ca. 2.000€ liegt. Da die Beschäftigungszahlen in den letzten Jahren konstant geblieben sind, kann man hier einen Beruf mit Zukunftsperspektive erlernen.
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